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Artikel vom: 09.06.2011
Der Fluch des Pfluges
Das Spannungsfeld zwischen Archäologie und Landwirtschaft als Thema im Landratsamt Meißen.
Das Atrium des Landratsamtes Meißen schmückt zurzeit eine aufwändig gestaltete Ausstellung. Anschaulich wird ein Thema aufgearbeitet, das ansonsten zur Freude der Fachleute eher im Verborgenen, ein Stück unter der Erde schlummert. Die Ausstellung ist der krönende Abschluss eines ambitionierten archäologischen Projektes. Der besondere Ansatz der Sächsischen Archäologen stößt unter den Fachleuten bundesweit auf Interesse. Die diesjährige Fachtagung der Landesarchäologen in Meißen befasste sich ganz explizit mit dem Thema „Archäologie und Landwirtschaft.“ Interessant und logisch ist die Tatsache, dass ausgerechnet die ertragreichsten Flächen die interessantesten archäologischen Denkmale zu finden sind. Heute stehen die Archäologen in einem permanenten Wettlauf mit der Entwicklung der Großtechnik in der Landwirtschaft. Dennoch gibt es Grund zum Optimismus. Das tiefe Pflügen der Äcker in den letzten Jahrzehnten ist ein Fluch für die Bodendenkmäler. Fundstücke werden aus bis zu einem Meter Tiefe an die Oberfläche geholt oder zerstört. Die grassierende Bodenerosion trägt die Deckschichten ab. Von einigen Bodendenkmalen ist fast nichts mehr übrig. Doch es gibt Landwirte, die inzwischen moderne GPS-Technik zum Schutz der bis zu 7500 Jahre alten Fundplätze einsetzen.
Quelle:
tvM Meissen Fernsehen









