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Artikel vom: 06.08.2011
Wild-West in Coswig
Kein Einlenken der Genossenschaftsführung der WGC.

Die Parkplätze – oder besser die geplante Vernichtung von Stellplätzen durch die Coswiger Wohnungsgenossenschaft WGC hatten Stadtrat Dr. Eckehard Franz auf den Plan gerufen. Er setzte sich für die Erhaltung eines Teils dieser Parkplätze ein. Daraufhin wurde ihm vom Führungsduo der WGC standrechtlich die Mitgliedschaft gekündigt. Insider sprechen von einem Regime der Angst in der Wohnungsgenossenschaft. Franz will die Kündigung nicht so einfach hinnehmen. Stadträte und Nachbarn stärken ihm den Rücken. Coswiger Bürger sehen im Handeln der WGC- Führung einen Willkürakt. Das Cheffinnen-Duo aber sieht sich im Recht. Einem Genossenschaftsmitglied zu kündigen, weil er im Stadtrat seinen Pflichten nachkommt, das ist nicht nur schlechter Stil sondern untergräbt grundlegende demokratische Prinzipien. Dr. Franz legt Widerspruch gegen die Kündigung ein. Tagelang hofft er auf eine Rücknahme der Kündigung. Immerhin ist der 80jährige seit 50 Jahren Genossenschaftsmitglied. Dr. Franz will sich nicht kleinkriegen lassen. Er weiß, dass sich die Hoffnungen vieler Coswiger auf ihn richten. Es geht schon lange nicht mehr um ein paar Parkplätze. Es geht darum, dass auch die Wohnungsgenossenschaft an Recht und Gesetz gebunden ist und es geht um die Entscheidungsfreiheit von Stadträten zum Wohle der Bürger ihrer Stadt. Es geht in Coswig um nicht weniger als um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Quelle:
tvM Meissen Fernsehen









