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Artikel vom: 02.02.2012
Meißen in Sorge um MEISSEN
Olaf Raschke soll aus Protest sein Aufsichtsratsmandat in der Staatlichen Porzellanmanufaktuir Meissen niederlegen.

Die Staatliche Porzellanmanufaktur Meißen steht in der Kritik. Seit 2010 reißen die Negativmeldungen nicht ab. Massenentlassungen, Porzellanzerstörung, Razzia durch Staatsanwälte, verfehlte wirtschaftliche Zielstellungen und nun auch noch ein massiver Markenrechtsstreit. Die Manufaktur hatte mehreren Meißner Betrieben horrende Strafen angedroht, wenn diese weiterhin als Herkunftsort für ihre Produkte Meissen angeben. Unternehmen erwägen nun den Wegzug. In den letzten zwei Jahren ist so in der Porzellanstadt ein erheblicher Schaden entstanden. Einigen Stadträten platzte am gestrigen Abend der Kragen. Oberbürgermeister Raschke, der übrigens die ganzen Jahre im Aufsichtsrat der Manufaktur sitzt, wurde aufgefordert, endlich etwas zu unternehmen.
Quelle:
tvM Meissen Fernsehen
Kommentare
angelus | 16.02.2012 15:00
... solange biedenkopf den kurtzke stützt, wagt wohl keiner der gut honorierten aufsichtsräte den widerspruch ... seit wochen steht nichts mehr in den zeitungen über die manu (maulkorb)... wie schaut die bilanz 2011 aus? ...
Gert Krockert | 15.02.2012 11:02
Ein wesentlicher Grund weshalb nur ein Drittel der wahlberechtigten Meissner Bürger Raschke wieder zum Oberbürgermeister gewählt haben, liegt in seinem jahrelangen Desinteresse an dem Schicksal der Staatlichen Porzellanmanufaktur Meissen (SPM) und seinen noch Rest-Beschäftigten. Kein Wort des Bedauerns kam bisher in den Medien über seine Lippen hinsichtlich der 180 entlassenen Manu-Mitarbeiter und der anderen schlimmen Ereignisse in der SPM. Wenn er unverändert schweigt, wird er weiter die Sympathien der arbeitenden Bevölkerung der Stadt Meissen verlieren und die weitverbreitete Ansicht der dortigen Bürger untermauern, dass seine Unterstützung größtenteils nur von den Lobbyisten dieser Stadt - meist Selbständigen mit gutem Einkommen - garantiert wird. Ein schönes Beispiel war der opulente Neujahrsempfang des OB mit erlesenen Weinen und gutem Essen. Wer hat bei diesem Event an das weitere Schicksal der Menschen im Zuge der Manu-Massenentlassungen gedacht, frage ich mich?
Gert Krockert
Man fragt sich, weshalb schweigt er? Fürchtet er um seine Bezüge als Mitglied des Aufsichtsrates der SPM? Es ist schon ein trauriges Zeichen einer Demokratie an der Basis, dass die Stadträte Raschke auffordern müssen, sein Aufsichtsratmandat endlich als Zeichen der Missstände und Misswirtschaft in der SPM niederzulegen. Wenn er jetzt nicht endlich Farbe bekennt, was hinter den Kulissen der Manufaktur wirklich geschieht, wird er weiterhin an Unterstützung von der arbeitenden Bevölkerund von Meissen verlieren. Seine Lobbyisten - überwiegend Selbständige mit gutem Einkommen - werden ihm aber natürlich die Stange halten. Siehe der Neujahrsempfang des OB mit erlesenen Weinen und Speisen.
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