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Artikel vom: 01.02.2012
April, April!
Die Bahn hat die öffentliche Toilette am Meißner Hauptbahnhof renoviert, aber keiner darf rein!

Verkniffene Gesichter und gekreuzte Beine gehören seit sechs Jahren zum Bild im Meißener Hauptbahnhof. Grund ist die geschlossene Bedürfnisanstalt. Immer wieder hatte die Bahn Besserung versprochen. Spätestens mit der grundlegenden Sanierung im vorletzten Jahr sollte auch der Toilettennotstand beseitigt werden. Nun, die Meißner wollten es gar nicht glauben, sind die Sperrschilder beseitigt. Reihenweise stopften seit Jahresbeginn ältere Bahnkundinnen ihre 50 Cent-Stücke in den Automaten. Dieser ist inzwischen voll. Die Tür allerdings blieb konsequent verschlossen. Offensichtlich ist dies ein weiteres erfolgreiches Geschäftsmodell der Bahn. Als Grund für die Nicht-Öffnung gibt die Bahn übrigens an, keinen Pächter finden zu können. Der Grund, weshalb die Türen der Haupthalle bei Minus 15 Grad offen stehen ist laut Bahn allen Ernstes die Angst vor einer Massenpanik im pulsierenden Verkehrsknotenpunkt. Für Millionen aus dem Konjunkturpaket I ist der Meißner Hauptbahnhof gerade energetisch ertüchtigt worden, um jetzt die Türen offen zu lassen – und da zeige noch einer mit dem Finger auf die Griechen!
Quelle:
tvM Meissen Fernsehen
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