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Artikel vom: 28.01.2010
Auf die Bäume...!
Winterdienst im städtischen Wald.
Der Stadtrat zu Meißen hat normalerweise über bahnbrechende Entwicklungen und strategische Ziele zu entscheiden. Am gestrigen Abend musste ein ganz selbstverständliches Thema angesprochen werden. Der katastrophale Zustand der Gehwege und Bushaltestellen und das 14 Tage nach dem Schnee. Mit der Antwort des zuständigen Amtsleiters hatte sogar die Lautsprecheranlage Probleme. 12 Stunden später wurde das vierzehn Tage alte Eis von neuem Schnee überdeckt. Gerade an den Bushaltestellen rächt sich jetzt der Glaube an einen zeitigen Frühling. Hier, wo Sicherheit höchstes Gebot ist, hat sich eine merkwürdige Praxis eingebürgert. Es werden nur noch schmale Gassen zur Bustür freigeräumt. Inzwischen ist der vorletzte Schnee zu Eisbergen gefroren. Und für diese Fehlleistung zahlt die Stadt auch noch Geld. Nun gibt es brave Grundstückseigentümer, die ihrer Räum- und Streupflicht konsequent nachkommen und gleich gegenüber passiert garnichts. Das Warten auf den Bus wird an der Staatsstraße zum Abenteuer. Auch hier liegen unter dem Neuschnee alte Eisberge. Nur ein Bereich ist im Auftrag der Stadt vorbildlich geräumt, der Wald am Katarinenhof. Die fleißigen 1 € Jobber, die das ganze Jahr über täglich die gleichen Wege fegen müssen, tun das auch im Winter. Für einen Waldspaziergang mit dem Schlitten fehlt zwar nun der Schnee, doch beweist sich hier: Eine Gesellschaft, die es sich leisten kann, den Schnee auf den Waldwegen zu fegen ist entweder sehr hoch entwickelt oder ziemlich arm dran.
Quelle:
tvM Meissen Fernsehen
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