Schloß Proschwitz wehrt sich gegen Rufausbeutung
Schloß Proschwitz wehrt sich gegen Rufausbeutung
Kurz vor der Oberbürgermeisterwahl in Meißen sorgt ein Online-Wahlvideo für Streit. Nach Angaben der Eigentümer hat die Redaktion des Magazins „Compact“ auf dem Anwesen von Schloss Proschwitz ohne Foto- oder Drehgenehmigung Bild- und Filmmaterial erstellt – teils auch per Drohne. Die Betreiber verweisen auf gut sichtbare Hinweisschilder am Tor: Auf dem Gelände sind nur private Foto-/Videoaufnahmen erlaubt; für gewerbliche oder werbliche Nutzung ist eine Genehmigung erforderlich. Zunächst seien auf Facebook und Instagram Fotos eines Besuchs der Meißner AfD-Stadträtin Jana Witschetzky zusammen mit einem „Compact“-Redakteur im Schlosspark erschienen. Aus dem Begleittext ergebe sich der Eindruck, die Aufnahmen seien mit Wissen oder gar auf Einladung der Eigentümer entstanden. Das weist Schloss Proschwitz zurück: Man sei nicht informiert gewesen und hätte keine Genehmigung erteilt. In einem Schreiben an Witschetzky habe das Weingut die Löschung der Bilder und Begleittexte bis Freitag, 22. August 2025, verlangt; die Frist sei verstrichen, ohne Reaktion – so die Betreiber um Prinz Georg zur Lippe. Seit dieser Woche kursiert außerdem ein rund 18-minütiger Film der „Compact“-Redaktion zum AfD-Kandidaten für die Meißner Oberbürgermeisterwahl am 7. September. Nach Angaben des Weinguts enthält das Video mehrere Sequenzen vom Gelände, die ohne Wissen der Eigentümer entstanden seien; eine Szene in der Vinothek sei „eindeutig mit verdeckter Kamera“ aufgenommen worden. Kurz eingeblendet werde zudem ein Porträtfoto des Eigentümerpaars; die Darstellung erwecke fälschlich den Eindruck einer Zustimmung. Die Betreiber betonen, Schloss Proschwitz sei ein offen zugänglicher Ort für Weinguts-Gäste. Behauptungen, es habe exklusive Einblicke „auf Einladung“ gegeben, seien unzutreffend. Man erwarte eine Entschuldigung und die umgehende Entfernung der widerrechtlich entstandenen Fotos sowie der irreführenden Texte und Bewegtbilder aus dem Netz. Außerdem behalte man sich rechtliche Schritte vor. Zum Inhalt des Videos heißt es weiter: Compact-Moderator Paul Klemm spricht darin mit René Jurisch (AfD-OB-Kandidat). Nur das Gespräch mit Jana Witschetzky sei – nach Angaben der Betreiber – auf dem Gelände von Schloss Proschwitz aufgezeichnet worden.
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