Datum: 23.04.2026
Rubrik: Nachrichten
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Beitrag: Schneeblumen-Gedenkweg in Meißen zu Ende gegangen

Schneeblumen-Gedenkweg in Meißen zu Ende gegangen

Schneeblumen-Gedenkweg in Meißen zu Ende gegangen


MEISSEN – Leise Schritte statt großer Worte: Am Sonnabend ist der Schneeblumen-Gedenkweg in Meißen zu Ende gegangen. Der Weg erinnert an einen Todesmarsch im April 1945. Rund 1.550 Frauen – vor allem jüdische Gefangene – wurden damals von einem Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald Richtung Theresienstadt getrieben. Viele überlebten den Marsch nicht. Heute folgen Menschen dieser Route abschnittsweise – auch hier in Meißen. Wie wichtig dieses Erinnern ist, erklärt Felix Papenhagen von der Notenspur Leipzig. Der Schneeblumen-Gedenkweg startet am 13. April in Markkleeberg. Von dort aus führt die Route entlang der historischen Strecke eines Todesmarsches aus dem Frühjahr 45 über mehrere Stationen bis nach Meißen. Musikalisch umrahmt wurde das Gedenken in Meißen unter anderem von Schülerinnen des Franziskaneums, die mit ihren Beiträgen für einen stillen und zugleich eindringlichen Rahmen sorgten. Vom Theaterplatz aus führte der Gedenkweg über die Elbe weiter zur Johanneskirche. Dort folgten weitere Beiträge sowie das Niederlegen der „Schneeblumen-Rosen“. Organisiert wird der Gedenkweg von Initiativen entlang der ehemaligen Marschroute. In Meißen engagiert sich auch der Verein „Buntes Meißen“, der die Erinnerung an die Ereignisse wachhalten will und den Bezug zur Gegenwart herstellt. Das Gedenken ist Teil des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen. Auch kulturelle Einrichtungen der Stadt greifen das Thema auf und setzen eigene Akzente im Programm. Welche Rolle dabei das Theater spielt, erläutert Simone Panitz vom Theater Meißen. Und … Was ist eigentlich in diesem Zusammenhang mit dem Begriff „Tacheles“ gemeint? Das erklärt Bernd Oehler vom Verein Buntes Meißen. Der Schneeblumen-Gedenkweg zeigt: Erinnerung findet nicht nur in Museen statt, sondern im öffentlichen Raum – dort, wo Geschichte geschehen ist.

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