Meißner Weinfest 2026
Meißner Weinfest 2026
Das Meißner Weinfest 2026 ist Geschichte. Mehrere Zehntausend Besucher aus aller Welt waren am Wochenende nach Meißen geströmt, um eines der größten Volksfeste Sachsens zu feiern. Die Besucherzahl wird über das gesamte Wochenende einschließlich des Durchgangsverkehrs auf mehr als 50.000 geschätzt. Die Meißner Altstadt und der Festplatz an der Elbe waren erneut Dreh- und Angelpunkt der dreitägigen Festivität. Los ging es am Freitag um 15 Uhr mit einer besonderen Aktion der Schausteller. Eine Stunde lang durften die Kinder der Arche und der Jugendfeuerwehren sämtliche Fahrgeschäfte kostenlos nutzen. Eine Aktion, die in Meißen bereits auf eine lange Tradition zurückblickt. Ins Leben gerufen hatte sie einst Peter Vennedey, der längjährige Chef der Schausteller. Auch für Weinfestmoderator Andreas Krause und den Vorsitzenden des Gewerbevereins, Uwe Reichel, ist der gemeinsame Besuch auf dem Festplatz inzwischen zu einem festen Bestandteil des Weinfestes geworden. Seit mehr als zehn Jahren begleiten sie die Aktion und sorgen gemeinsam mit den Schaustellern dafür, dass die Kinder einen besonderen Start ins Festwochenende erleben können. Dass die Aktion bei den Kindern und ihren Betreuern gut ankommt, zeigte sich direkt an diesem Nachmittag. Als Dankeschön für sein langjähriges Engagement wurde Peter Vennedey mit einem kleinen Geschenk überrascht. Währenddessen auf der Elbe: noch herrscht hier im Moment Ruhe. Vorbei an der Albrechtsburg bot sich vom Wasser aus ein eindrucksvoller Blick auf die historische Kulisse der Porzellan- und Weinstadt. Doch dann kündigte sich der nächste Höhepunkt an. Mit dem Schnellboot kamen die drei Sächsischen Weinhoheiten aus Radebeul nach Meißen. In Radebeul haben Sie das Weinfest eröffnet, jetzt folgt direkt der nächste Termin. Sachsens Weinkönigin Luise Puhlmann und ihre beiden Weinprinzessinnen Jessica Löffner und Joséphine Sander wurden von Radebeuls Zweitem Bürgermeister Silvio Kockentiedt höchstpersönlich nach Meißen gefahren. Mit an Bord war auch Anabel Hanke, die amtierende Jessener Weinprinzessin aus Sachsen-Anhalt. Sie war erst wenige Wochen zuvor zur 32. Weinhoheit ihrer Heimatstadt gekürt worden. Für die rasante Fahrt auf der Elbe waren die vier Damen besonders gut eingepackt und vor Wind und Wasser geschützt. Erst nach der Ankunft am Meißner Elbkai wurde die Schutzkleidung abgelegt und das festliche Erscheinungsbild wiederhergestellt. Schließlich stand der offizielle Auftritt auf dem historischen Marktplatz unmittelbar bevor. Am Elbkai wurden die Weinhoheiten bereits von der DLRG erwartet. Seit vielen Jahren übernimmt sie den Transport der Weinhoheiten durch die Meißner Altstadt. Auch diesmal stand dafür das Rettungsboot Käte bereit, benannt nach Deutschlands ältester Theateroberschließerin Käte Altenkrüger. Mit dem Boot auf dem Anhänger ging es anschließend durch die Straßen der Altstadt bis zum historischen Marktplatz, wo die Weinhoheiten bereits zur offiziellen Eröffnung des Meißner Weinfestes erwartet wurden. Auf dem Markt war inzwischen alles für die feierliche Eröffnung vorbereitet. Lutz Krüger, Chef der Sächsischen Winzergenossenschaft Meißen, begrüßte die zahlreichen Besucher, bevor Oberbürgermeister Markus Renner erstmals in seiner neuen Funktion das Wort ergriff. Gemeinsam mit den Vertretern der Partnerstädte hieß er die Gäste aus nah und fern herzlich willkommen. Und natürlich durfte dabei eines nicht fehlen: der Wein! Denn Meißen und Wein gehören zusammen. Nicht nur an diesem Festwochenende, sondern das ganze Jahr über. Doch gerade zum Weinfest, so Renner, wolle man den Winzern die Ehre erweisen, die mit ihrer harten Arbeit dafür sorgen, dass am Ende ein guter Tropfen im Glas landet. Und wenn man ehrlich sei, trinke man diesen schließlich auch ganz gern. Bevor es nun aber ans Verkosten ging, stand noch ein weiterer feierlicher Moment auf dem Programm. Begleitet vom Meißner Schützenverein, einem der ältesten Vereine der Stadt, zogen die Weinmajestäten zur Bühne. Dort wartete bereits das Weinfestfass auf seinen großen Auftritt. Nur wenige gezielte Schläge waren nötig, dann saß der Zapfhahn und der Wein konnte fließen. Damit war das Meißner Weinfest 2026 auch ganz offiziell eröffnet. Und damit war die Bühne frei für drei Tage voller Musik, Geselligkeit und natürlich sächsischem Wein. Auf zahlreichen Bühnen zwischen Roßmarkt und Domplatz wurde gefeiert. Mal laut und ausgelassen, mal leise und gemütlich. Rock, Pop, Jazz und Blasmusik sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Doch der eigentliche Star des Wochenendes blieb der Wein. Ob Müller-Thurgau, Goldriesling oder Riesling – die Winzer des Elblandes hatten eine große Auswahl ihrer edlen Tropfen mitgebracht. Auch Rotweinliebhaber wurden fündig, wenngleich rote Rebsorten im sächsischen Weinbau eine deutlich kleinere Rolle spielen. Dazu gab es allerlei Herzhaftes und Süßes, während auf dem Festplatz an der Elbe die Karussells ihre Runden drehten. So wurde bis in die Abendstunden gefeiert, bevor am Sonntag ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm stand: der traditionelle Festumzug.
(Festumzug, Warnemünder Jungs, Fackelschwimmer, Feuerwerk in einem Extra Beitrag)
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