Datum: 02.02.2010
Rubrik: Nachrichten

Traum und Wirklichkeit

Fördergelder für Franziskaneum sind gestrichen - Streit um alternative Geldquellen.


Der Turnhallenkomplex im Heiligen Grund wurde vor mehr als dreißig Jahren erbaut. Inzwischen gibt es Mittel aus einem Europäischen Infrastrukturfond, um die Sporthallenkapazitäten zu erweitern. Im Interesse des Schul- und Vereinssports wurden schon im letzten Jahr die nötgen Entscheidungen getroffen. Doch die CDU-Fraktion versucht den Baubeginn im letzten Moment zu verhindern. Für die neue Halle wurde aber deshalb der zentrale Standort im Heiligen Grund favorisiert, da drei Schulen im Einzugsbereich liegen. Deshalb soll auch erst die neue Halle gebaut werden, bevor das bestehende Objekt saniert wird. Doch die Argumentation der CDU-Fraktion bekommt aus einem ganz anderen Grund neue Nahrung. Zu gut deutsch: Meißen bekommt kein Geld für den am Franziskaneum geplanten Erweiterungsbau. Nur ist die Frage, ob die bereits zweckgebunden bewilligten Fördergelder so einfach für ein anderes Projekt ausgegeben werden dürfen. CDU-Fraktionschef Patt will dies nicht gelten lassen. Er sieht die Möglichkeit, den Stadtrat von seinem Weg zu überzeugen. Insider bezweifeln allerdings, dass sich im Rat wirklich Mehrheiten für diesen riskanten Weg finden lassen. Die Primat der Schulsanierung zu erkennen, da sind sich ohnehin alle Räte einig. Waghalsig sichere Fördermittel zu riskieren, dazu werden sich wohl keine Mehrheiten finden lassen. Eigene Rücklagen der Stadt, die die Räte am Franziskaneum frei einsetzen könnten, gibt es nicht mehr. Die letzten Reserven wurden bei Kofinanzierung eines Panoramaaufzugs und der Neupflasterung des Domplatzes vergraben. An dieser Stelle hat die Weisheit des Rates mehrheitlich versagt. Die Verlockungen der Förderprogramme waren einfach zu groß.

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