Datum: 25.09.2025
Rubrik: Nachrichten
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Beitrag: Bürgersprechstunde Hafenstraße

Bürgersprechstunde Hafenstraße

Gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept Niederfähre / Vorbrücke


In Meißen hat die Stadtverwaltung am Abend des 24. Septembers zu einer Bürgersprechstunde in die Hafenstraße eingeladen. Rund 50 Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich über das gebietsbezogene integrierte Handlungskonzept für Niederfähre und Vorbrücke zu informieren.

Das Konzept bildet die Grundlage, um EU- und Bundesmittel für die Entwicklung des Quartiers zu sichern. Ohne ein solches Handlungskonzept könnte die Stadt die Fördergelder nicht abrufen. Es setzt auf einen integrierten Ansatz: Städtebau, Soziales, Umwelt und Verkehr sollen gemeinsam betrachtet werden. Hintergrund ist, dass das Viertel seit Jahren mit Defiziten bei Gebäuden, Freiflächen und sozialer Infrastruktur zu kämpfen hat.

Geplant sind Maßnahmen wie die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude, darunter das Sportzentrum „Heiliger Grund“ sowie mehrere Vereins- und Verwaltungsgebäude. Dazu kommen die barrierefreie Neugestaltung der Hafenstraße mit Zugang zum Elbufer, die Aufwertung von Spiel- und Aufenthaltsflächen, die bessere Beleuchtung von Wegen wie den „Katzenstufen“ und ein Shared-Space-Bereich in der Vorbrücker Straße. Auch Verkehrssicherheit und mehr Grünflächen stehen auf der Liste.

Für die Umsetzung stehen bis 2027 rund 6,5 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Insgesamt umfasst das Konzept mehr als ein Dutzend Einzelprojekte.

Das Geld stammt überwiegend aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, wird aber durch Eigenmittel der Stadt sowie gegebenenfalls durch weitere Landes- oder Bundesförderungen ergänzt.

Während der Veranstaltung wurden die Bürger über geplante Baumaßnahmen und mögliche Einschränkungen informiert. Außerdem konnten sie Fragen stellen. Kritik gab es allerdings daran, dass eigene Hinweise oder Anregungen nicht aufgenommen wurden.

Die Stadt betonte, dass die Rückmeldungen dennoch in die weitere Arbeit einfließen sollen. Weitere Termine zur Bürgerbeteiligung – etwa in Form von Workshops und zusätzlichen Sprechstunden – sind angekündigt.

 

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