Görnische Gasse: Zweiter Bauabschnitt gestartet
Görnische Gasse: Zweiter Bauabschnitt gestartet
In der Görnischen Gasse in Meißen wird wieder gebaut. Seit dem ersten Juni läuft der zweite Abschnitt des grundhaften Ausbaus — diesmal im oberen Bereich zwischen Schlossergasse und Jüdenberg. Bereits am Montag wurde sichtbar, worum es hier nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch geht: Das alte Natursteinpflaster wird aufgenommen, sortiert und soll später wieder in die Gasse zurückkehren. Granitborde, Polygonpflaster im Gehwegbereich und das rote Kopfsteinpflaster sollen wiederverwendet werden. Damit die historische Anmutung erhalten bleibt, die Straße aber künftig besser begehbar und befahrbar ist, wird das Pflaster in gebundener Bauweise neu verlegt. Diese feste Betonverfugung, erschwert zukünftiges Aufnehmen des Pflasters für Arbeiten im Untergrund jedoch deutlich. Wie das am Ende aussehen kann, zeigt bereits der erste Bauabschnitt zwischen Hundewinkel und Schlossergasse. Dort ist der neue Belag schon fertig — mit wiederverwendetem Material, gefassten Flächen und Porzellansteinen, die der Künstlergasse ihren besonderen Akzent geben. Auch im zweiten Abschnitt sollen wieder Porzellan-Kopfsteinpflaster mit Friedenstauben eingebaut werden. Die Entwürfe stammen diesmal von Kindern aus Meißens französischer Partnerstadt Vitry-sur-Seine. Welche Motive tatsächlich in die Görnische Gasse kommen, entscheiden die Künstler Andreas Ehret und Olaf Fieber. Der Ausbau ist eine Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt Meißen, der Meißener Stadtwerke und des Eigenbetriebs Abwasser. Die Stadtwerke erneuern unter anderem Trinkwasser- und Fernwärmeleitungen und Niederspannungskabel. Der Eigenbetrieb tauscht alte Mischwasserhausanschlüsse aus. Auch die öffentliche Straßenbeleuchtung wird erneuert. Die Straßenbaukosten liegen nach Angaben der Stadt bei rund 456.900 Euro. Den Bauauftrag hat die STRABAG AG aus Meißen erhalten. Bis voraussichtlich November 2026 bleibt der Abschnitt zwischen Schlossergasse und Jüdenberg voll gesperrt. Die Umleitung führt von der Fleischergasse über die Rosengasse zum Jüdenberg. Für Anwohner bestehen Ausweichmöglichkeiten über Schlossergasse und Webergasse. Wenn alles nach Plan läuft, soll die Görnische Gasse noch vor der „Görnischen Weihnacht“ wieder durchgängig erlebbar sein — dann mit neuem Unterbau, alter Substanz und dem nächsten Kapitel für Meißens Künstlergasse. Dieses nächste Kapitel wird auch ein Straßen-Poller am Anfang der Görnischen Gasse sein. Über das Für und Wider dieser innerstädtischen Verkehrs-Maßnahme, wird gerade stark diskutiert. Beim ersten Bürgergespräch zeigte sich ein klarer Gegensatz: Während mehrere direkte Anwohner die geplante Pollerlösung kritisierten, sprachen sich vor allem Teilnehmer ohne unmittelbaren Wohnsitz in der Görnischen Gasse für eine stärkere Verkehrsberuhigung aus. Eine weitere Beteiligungsveranstaltung zum Thema Mobilitätsverhalten und der Erreichbarkeit in der Meißner Altstadt wird es am 22. Juni um 17 Uhr im Meißner Ratssaal geben, Interessierte sind eingeladen.
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