Datum: 30.09.2026
Rubrik: Nachrichten
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Beitrag: Pokal der Blauen Schwerter 2026

Pokal der Blauen Schwerter 2026

Pokal der Blauen Schwerter 2026


Pokal der Blauen Schwerter 2026

Vier Wettkampfgruppen an zwei Tagen, internationale Starter und am Ende zwei Sieger, die sich die begehrten Porzellanpokale sichern konnten. Der Pokal der Blauen Schwerter ging 2026 zum 35. Mal über die Bühne. In der Sporthalle am Heiligen Grund wurde dabei nicht nur um Platzierungen gekämpft. Für viele Athleten war Meißen zugleich ein wichtiger Formtest vor den Weltmeisterschaften Ende Oktober in China. Auch abseits der Hantel war die erste Reihe prominent besetzt. Die beiden ehemaligen Meißner Oberbürgermeister Klaus Däumer und Olaf Raschke verfolgten den Wettkampf ebenso wie der amtierende Oberbürgermeister Markus Renner. Mit dabei waren außerdem die Sächsische Weinkönigin Luise Puhlmann und Meißens zweiter Landrat Tilo Lindner. Bevor die ersten Gewichte nach oben gingen, wurden zunächst die Kampfrichter vorgestellt. Unter ihnen Anja Bellmann mit internationaler Lizenz der höchsten Kategorie. Und einer durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen: Marc Huster. Seit dem Neustart des Turniers im Jahr 2012 führt der ehemalige Europameister und Olympia-Silbermedaillengewinner durch das Programm. Dabei blieb es auch diesmal nicht bei nüchternen Ansagen. Huster erklärte, kommentierte, fieberte mit und sorgte dafür, dass auch diejenigen auf den Rängen wussten, warum ein Versuch gerade wichtig werden konnte. Den Auftakt machte das Reißen. Die Hantel wurde dabei in einer Bewegung vom Boden über den Kopf gebracht. Drei Versuche standen jedem Starter zur Verfügung. Und schon hier zeigte sich, wie eng Erfolg und Aus zusammenliegen können. Bei den Frauen setzte etwa die Finnin Janette Ylisoini mit 114 Kilogramm ein deutliches Zeichen. Lisa Marie Schweizer brachte alle drei Versuche gültig nach oben und steigerte sich von 97 über 101 auf 105 Kilogramm. Rebeka Ibrahima aus Lettland kam auf 96 Kilogramm. Auch Clementine Meukeugni Noumbissi war dabei. Sie startete für das Refugee Team des internationalen Gewichtheberverbandes und brachte im dritten Versuch 98 Kilogramm zur Hochstrecke. Yekta Jamali begann sicher mit 100 Kilogramm, legte auf 105 nach, scheiterte anschließend jedoch an 110 Kilogramm. Bei den Männern wurden die Scheiben deutlich schwerer. Romain Imadouchene aus Frankreich hob zunächst 145 Kilogramm, scheiterte an 150, brachte dann aber 155 Kilogramm nach oben. Roberto Gutu steigerte sich dagegen mit drei gültigen Versuchen von 130 über 135 auf 140 Kilogramm. Ramiro Mora Romero aus Großbritannien eröffnete mit 157 Kilogramm erfolgreich. Die beiden folgenden Versuche über 162 Kilogramm misslangen. Das sollte später trotzdem reichen, um im Kampf um den Pokal ganz vorne mitzumischen. Armands Mežinskis aus Lettland kam nach einem Fehlversuch über 149 Kilogramm zurück, bewältigte dieselbe Last im zweiten Anlauf und steigerte anschließend noch auf 156 Kilogramm. Und Szymon Ziolkowski setzte beim Reißen die größte Last dieser Gruppe um. Nach 162 und 167 Kilogramm gelangen ihm im dritten Versuch 171 Kilogramm. Dass die höchste gehobene Last nicht automatisch den späteren Turniersieg bedeutete, gehörte zu den Besonderheiten des Pokals der Blauen Schwerter. Denn gewertet wurde nach Sinclair-Punkten. Dabei wurde die Zweikampfleistung aus Reißen und Stoßen ins Verhältnis zum Körpergewicht gesetzt. So ließen sich Athleten unterschiedlicher Gewichtsklassen miteinander vergleichen. Entscheidend war also nicht allein, wie viele Kilogramm am Ende auf der Hantel lagen. Für Josef Kolář war der Wettkampf dagegen schon nach dem Reißen praktisch beendet. Dreimal versuchte er sich zunächst an 158 und anschließend zweimal an 160 Kilogramm. Dreimal blieb der Versuch ungültig. Ohne gültiges Ergebnis im Reißen gab es später auch keine Zweikampfwertung. Nach einer Pause folgte das Stoßen. Jetzt durfte die Hantel zunächst auf die Schultern umgesetzt und anschließend über den Kopf gebracht werden. Hier stiegen nicht nur die Gewichte, sondern zunehmend auch die Spannung. Organisatorisch hatte der Pokal der Blauen Schwerter auch abseits der Wettkampfhalle einiges zu bieten. In der benachbarten Handballhalle waren Catering und eine VIP-Lounge eingerichtet, zudem wurde das Geschehen live übertragen. So konnten sich Gäste auch außerhalb der eigentlichen Wettkampffläche aufhalten, ohne die laufenden Versuche zu verpassen Yekta Jamali brachte am Ende 132 Kilogramm in die Wertung. Zusammen mit ihren 105 Kilogramm aus dem Reißen standen damit 237 Kilogramm im Zweikampf. Lisa Marie Schweizer kam auf 123 Kilogramm im Stoßen. Zusammen mit ihren 105 Kilogramm im Reißen bedeutete das 228 Kilogramm Zweikampf. Rebeka Ibrahima ergänzte ihre 96 Kilogramm aus dem Reißen um 110 Kilogramm im Stoßen und kam damit auf 206 Kilogramm. Doch vorne spielte an diesem Abend vor allem Janette Ylisoini mit. 114 Kilogramm im Reißen und 133 Kilogramm im Stoßen ergaben 247 Kilogramm Zweikampf. Mit 412,1961 Sinclair-Punkten setzte sich die Finnin schließlich an die Spitze der Frauenwertung. Bei den Männern wurde es noch einmal deutlich schwerer. Roberto Gutu beendete den Wettkampf mit 167 Kilogramm im Stoßen und 307 Kilogramm im Zweikampf. Das brachte ihm am Ende Rang vier in der Männerwertung. Armands Mežinskis steigerte sich auf 192 Kilogramm im Stoßen. Gemeinsam mit den 156 Kilogramm aus dem Reißen standen 348 Kilogramm zu Buche. In der Sinclair-Wertung bedeutete das Rang drei. Romain Imadouchene knackte beim Stoßen die 200-Kilo-Marke. Mit 155 Kilogramm aus dem Reißen kam der Franzose auf 355 Kilogramm im Zweikampf und auf Rang zwei. Und dann war da noch Ramiro Mora Romero. Nach seinen 157 Kilogramm im Reißen brachte der Brite beim Stoßen 206 Kilogramm in die Wertung. 363 Kilogramm Zweikampf bedeuteten zwar nicht das höchste absolute Gewicht aller Teilnehmer des Turniers. Durch sein Körpergewicht und die daraus errechnete Sinclair-Wertung kam Romero jedoch auf 421,5156 Punkte und damit auf Platz eins. Damit stand auch fest, wer die beiden Blauen Schwerter 2026 mit nach Hause nehmen durfte. Bei den Frauen gewann Janette Ylisoini aus Finnland vor Lisa Marie Schweizer und Rebeka Ibrahima aus Lettland. Bei den Männern ging der Pokal an Ramiro Mora Romero aus Großbritannien. Romain Imadouchene aus Frankreich wurde Zweiter, Armands Mežinskis aus Lettland Dritter. So endete die 35. Auflage eines Turniers, das bereits 1971 erstmals ausgetragen worden war und nach längerer Pause seit 2012 wieder regelmäßig internationale Gewichtheber nach Meißen bringt. Für Organisator Ullrich Brumm war diese 35. Auflage zugleich ein persönlicher Schlusspunkt. Nach vielen Jahren rund um den Pokal der Blauen Schwerter verabschiedete er sich vom Publikum und wünschte der Veranstaltung auch für die kommenden Jahre weiterhin viel Erfolg.

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