Aufzug und Franziskaneum
Stadträte sind doch die besseren Architekten
Bauausschuss der Stadt Meißen. Die, in dieses Gremium delegierten, Stadträte bringen ein besonderes Interesse an Bauthemen mit. Beruflich sind sie Autohändler, Apotheker, Gesellschaftswissenschaftler oder Gastwirte. Dennoch müssen sie entscheiden, ob ein Bauwerk in Funktion und Gestaltung der Stadt und ihren Bürgern zur Ehre gereicht. Jüngstes Beispiel: die Kabine des Schrägaufzugs.
Von den Machern des Königsteiner Panoramaufzugs geplant, sollte es ein Traum aus Kristall und Glas werden. Umso größer die Enttäuschung über den vorgelegten Bauplan.
Unsicherheit und Fragen ohne Antworten.
Grund der gestalterischen Fehlleistung ist offensichtlich der Sparzwang.
Als Traum in Kristall und Glas versprochen, soll eine Standartfahrstuhlkabine den Burgberg hinauf rutschen. Kurz danach wird die generelle Sinnfrage zum Panoramaaufzug gestellt.
Gestalterisch sind die Planer an diesem Abend erstmal durchgefallen. Dann die bange Fragean den Planer, wo um Gottes Willen bei 2,70 Metern Tiefe und 1,80 Breite 29 Touristen untergebracht werden sollen?
Je nachdem wie sympathisch sich die Leute sind. Das Thema Aufzug bleibt spannend.
Zweiter Punkt der Bauausschussitzung war das Franziskaneum. An Meißens städtischem Gymnasium soll noch in diesem Jahr ein so genannter Verbinderbau entstehen. Immer wieder waren die vorgelegten Pläne verworfen worden. Zu unsensibel im Bezug auf die vorhandene Bausubstanz, zu teuer in der Unterhaltung und außerdem schwer vorstellbar.
Nun gibt es eine 3-D-Simulation, an der zumindest die Straßenseite überzeugte. Die überdimensionale Anbindung an das Haupthaus gefällt weder den Stadträten noch dem Oberbürgermeister.
Auch die Planung zum Franziskaneum muss noch einmal auf den Prüfstand. Lösungen, die im Normalfall der Planer als Variante vorschlagen müsste, kommen nun von den Stadträten. Ziel ist ein gestalterisch ausgewogener Plan ohne unnötige Mehrkosten. Im Endeffekt haben die Stadträte wie so oft das schlimmste verhindert und eine Menge Zeit investiert. Bei sorgfältiger Vorbereitung der Themen durch die gut bezahlten Architekten hätte der Bauausschuss die Vorhaben auf den Weg bringen können. So gibt es nur einen Beschluss zur Wiedervorlage.
Weitere Meldungen aus dieser Rubrik
Schlaraffia trifft auf Steam-Punk
Zwei Welten, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen – und doch mehr gemeinsam haben, als man... [zum Beitrag]
Neues Spielfeld für den Heiligen Grund
Im Meißner Stadt und Entwicklungsausschuß stand ein neues Sportprojekt auf der Tagesordnung. Jana Nestler,... [zum Beitrag]
First Lego Wettbewerb für Schüler
Die FIRST LEGO League ist ein internationaler Robotik-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche. Am... [zum Beitrag]
Ideen schmieden für 2029
Mit der ersten Meißner „Ideenschmiede“ sollen Wünsche, Träume und Vorstellungen für das große... [zum Beitrag]
2. Bauabschnit vorgestellt -...
Die Goernische Gasse zählt zu den ältesten und prägendsten Straßen der Meißner Altstadt. Mit ihren... [zum Beitrag]
Grünmarkt in 11. Saison gestartet
Der Meißner Grünmarkt ist am vergangenen Sonnabend in seine elfte Saison gestartet – mitten im Herzen der... [zum Beitrag]
Carsharing Angebote im Landkreis
In Meißen gibt es bereits seit 2021 ein Carsharing-Angebot, das in den vergangenen Jahren auch auf weitere... [zum Beitrag]
Bargeldloses Bezahlen gewinnt an...
Die Verkehrsgesellschaft Meißen baut die bargeldlose Zahlung in ihren Bussen weiter aus. In vielen... [zum Beitrag]
Meißen putzt - am 11. April
Meißen putzt sich raus am 11. April – und alle können mitmachen. Zum Start in die Saison und wärmere... [zum Beitrag]

