Fahrt ins Nirgendwo
Umleitung im Zeichen der Blauen Schwerter
Meißen ist die Stadt des Porzellans. Schon am Ortseingang wird der geneigte Kraftfahrer auf diesen Umstand hingewiesen. Natürlich will der Tourist die Manufaktur in ihrem 300. Jahr besuchen, doch wie?! Auf den Hinweisschildern sind die Schwerter deutlich durchgestrichen. Auch das Parkleitsystem signalisiert – die Manufaktur ist irgendwie abhanden gekommen. Dort, wo die Burg schon in Reichweite scheint und normalerweise nach links abgebogen wird, ist sowohl das Zentrum als auch die Manufaktur von der gelben Tafel getilgt. Hier ist Schluss für die porzellaninteressierten Touristen. Auf der Zufahrtstraße wird gebaut. Clevere Planer haben den Termin in das Jubiläumsjahr gelegt. Das schafft Aufmerksamkeit für Meißens Bauschaffende. Fünfzig Meter weiter – ein Lichtblick. Doch die ausgeschilderte Umleitung erweist sich in beiden Fällen als Irrweg. Hier geht es zu den Garagen – mehr nicht. Schon der nächste Wegweiser kennt keine Manufaktur mehr. Sollte sich der Tourist dann doch zur Manu verirrt haben, erwartet ihn ein Ensemble mit großer Symbolkraft. Die Flagge mit den Schwertern wird mit einem Verkehrsschild kombiniert. Seit sechs Monaten werden genau die achtzig Meter .Straße vor der Manu gebaut. Ausgerechnet im Jahr des 300. Jubiläums. Momentan stehen dort, wo Touristenbusse halten sollen die Radlader. Ein Baubetrieb kümmert sich um Fußweg und Busbucht. Besser als mit dieser Art der Planung kann man die Verbundenheit der Stadt mit den Blauen Schwertern nicht zeigen. Gern fotografiertes Motiv ist derzeit Johann Friedrich Böttger. Zu seinem Fuße hat die Stadt Meißen sich etwas einfallen lassen – natürlich in blau.
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