Datum: 11.06.2013
Rubrik: Nachrichten
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Beitrag: Gauck: Nationale Aufgabe

Gauck: Nationale Aufgabe

Die Schadensbeseitigung nach dem Junihochwasser ist laut Bundespräsident Joachim Gauck eine Aufgabe, für die die gesamte Bundesrepublik einstehen muss.


Die Helfer und Einsatzkräfte im Katastrophengebiet des Junihochwassers sind seit mehr als einer Woche im Dauereinsatz. Erst galt es Sandsäcke zu füllen, Wohnungen und Geschäfte auszuräumen. Nun müssen die Sandsäcke wieder weggeräumt, Gebäude und Straßen von Schlamm befreit werden. Am Sonntag war der Bundespräsident in den Überschwemmungsgebieten unterwegs, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. In Sachsen wurde Joachim Gauck von Ministerpräsident Stanislaw Tillich empfangen. Der Bundespräsident traf mit dem ersten schweren Gewitterguss im Katastrophengebiet ein. Im Meißener Rathaus nahm er an einer Lagebesprechung teil, um dann die Helfer zu besuchen. Heilsarmee und Pfadfinder berichteten über ihre Arbeit. Besonders groß war das Interesse des Staatsoberhauptes an der Arbeit des DRK. Landrat Arndt Steinbach nutzte die Gelegenheit, dem Bundespräsidenten das Schicksal der Betroffenen nahezubringen. In den Straßen gingen auch während des Präsidentenbesuches alle Aufräumarbeiten weiter. Die Gewebetreibenden sind dabei, unbrauchbar gewordene Einrichtungen zu entsorgen, damit nach einer Trocknungsphase schnell wieder Normalität einziehen kann. Die berichtet Optikermeister Bornemann. Für die Helfer war der Besuch aus Berlin eine willkommene Abwechslung, bevor die Arbeit mit Besen, Schaufel und Wischeimer weitergehen konnte. Der Bundespräsident verließ Meißen mit der Botschaft, dass die Bewältigung der Hochwasserkatastrophe eine nationale Aufgabe ist. Konkrete Maßnahmen zur Schadensbeseitigung sind Aufgabe der Bundesregierung und werden im Laufe der Woche erwartet. Ein Thema wird die Versicherungssituation sein. Hier steht auch der auch der Ministerpräsident vor vielen offenen Fragen. Landrat Arndt Steinbach, der im Moment die Fäden aller Katastrophengebiete im Landkreis zusammenhält und damit eigentlich genug zu tun hat, hat sich die Stunde Zeit für die Begleitung des Bundespräsidenten genommen.

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