Datum: 17.04.2008
Rubrik: Nachrichten

Strafanzeige wegen illegaler Entsorgung


Als vor 8 Jahren der Spezialhubschrauber der sächsischen Polizei startete, waren Ermittler des Umweltamtes Meißen mit an Bord. Mit Hilfe der Technik sollten Umweltsünder überführt werden. Ein Schwerpunkt: der "Rote Granit" am Steinweg, eine Tochterfirma der Holländischen Jansen-Gruppe. Auf dem Betriebsgelände war ohne Genehmigung eine gigantische Bauschuttdeponie entstanden. Die Bilder aus dem Hubschrauber und eine tvM- Dokumentation zum Materialfluss waren die Grundlage für das Einschreiten der Behörden. Jegliche weitere Einlagerung von Abfallmaterial auf dem Betriebsgelände wurde schon damals untersagt. Doch die drakonischen Strafen änderten wenig am Handeln der Firma "Roter Granit". Viel neues Material wurde abgelagert. Zu den gigantischen Halden, auf denen inzwischen Bäume wachsen, sind hunderte Tonnen weiterer Bauschutt dazugekommen. Aufmerksame Anwohner stellten seit Beginn des Jahres 2008 wieder verstärkt Transporte ins Werksgelände fest. Beobachtungen ergaben, dass die Firma "Roter Granit" Abbruchmaterial aus einem Hallenabriss in der Coswiger Getriebefabrik illegal entsorgt. Durch Videoaufzeichnungen konnte der Nachweis hierfür lückenlos erbracht werden. Für die Ermittler im Umweltfachamt des Landratsamtes Meißen ein klarer Gesetzesbruch. Mit harter Hand will Behördenleiter Jöhnsson den Umweltsündern nun das Handwerk legen. Mit illegaler Entsorgung ist viel Geld zu verdienen. Zwangsmaßnahmen werden durch einige Entsorgungsbetriebe billigend in Kauf genommen. Eine Transparenz der Materialflüsse wird durch die schwarzen Schafe der Branche oft verhindert.Dies erschwert die Arbeit der Umweltbehörden erheblich. Ohne Hinweise aus der Bevölkerung ist eine wirksame Kontrolle kaum denkbar. Zumindest beim Roten Granit sind die Anwohner inzwischen sensibilisiert.

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