Datum: 08.09.2026
Rubrik: Nachrichten
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Beitrag: Porzellanmanufaktur MEISSEN präsentiert neue Kollektionen und Kooperationen

Porzellanmanufaktur MEISSEN präsentiert neue Kollektionen und Kooperationen

Hausmesse 2026 setzt auf neue Designs, junge Künstler und ungewöhnliche Partnerschaften.


Hausmesse 2026 setzt auf neue Designs, junge Künstler und ungewöhnliche Partnerschaften.

Am Freitag, den 4. September, startete in der Porzellanmanufaktur MEISSEN die Hausmesse 2026. Präsentiert wurden neue limitierte Meisterwerke, neue Designs für Tisch und Tafel, zahlreiche Figuren sowie neue Kooperationen. Geschäftsführer Tillmann Blaschke stellte die Neuheiten gemeinsam mit Art-Direktorin Liane Werner vor. Werner verantwortet dabei die gestalterische Ausrichtung der Marke und gab beim Pressetermin Einblicke in die neuen Kollektionen. Im Mittelpunkt steht der Versuch, die mehr als dreihundertjährige Tradition der Manufaktur mit zeitgenössischem Design zu verbinden. Besonders auffällig sind die Arbeiten des kolumbianischen MEISSEN-Künstlers David Torres. Historische Formen treffen bei ihm auf eine moderne und teils humorvolle Bildsprache. Faultiere schweben auf Wolken, Flusspferde tragen Partyhüte und Heißluftballons ziehen durch exotische Landschaften. Auffällig auch zahlreiche neue Figuren von Maria Walther und Maximilian Hagstotz und Designs von Lena Hensel. Ein besonderer Blickfang stammt von Plastiker Maximilian Hagstotz. Für seine neue Rennpferd-Skulptur ließ er sich von einem der berühmtesten Rennpferde aller Zeiten inspirieren. Secretariat schrieb 1973 Sportgeschichte. Auch bekannte Klassiker werden neu interpretiert. Das traditionelle Zwiebelmuster erscheint in kräftigen Farben auf Geschirr und Wohnaccessoires – und sogar auf einer Vespa. Bemalt wurde der Roller von Auszubildenden und ihren Ausbildern der Zeichenschule. Präsentiert wurde außerdem die Erweiterung des Bereichs Home Deco. Neue Vasen, Schalen und Dosen gehören ebenso dazu wie Raumdüfte und eine neue Lampenkollektion. Porzellan soll damit zunehmend auch abseits der klassischen Tischkultur seinen Platz finden. Ein weiterer Schwerpunkt der Hausmesse sind Kooperationen. Die Zusammenarbeit mit der Streetwear-Marke Supreme geht bereits in die vierte Runde. Noch weitgehend geheim bleibt dagegen eine neue Zusammenarbeit mit Modedesigner Wolfgang Joop. Auch eine Kooperation mit Glashütte Original wurde angekündigt. Was genau entstehen wird, verriet die Manufaktur noch nicht. Im Anschluss an den Rundgang ging Blaschke auf die strategische Ausrichtung und die wirtschaftliche Situation des Unternehmens ein. MEISSEN will sich nach eigenen Angaben weiter auf das Kerngeschäft Porzellan konzentrieren, gleichzeitig die Marke verjüngen, das Onlinegeschäft ausbauen und neue internationale Märkte erschließen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch der Tourismus. Jährlich besuchen nach Angaben des Unternehmens rund einhundertfünfzigtausend bis zweihunderttausend Menschen die Manufaktur. Blaschke nahm dabei auch Bezug auf die jüngste Berichterstattung zur finanziellen Situation des Unternehmens. Dort entstand teilweise der Eindruck, die Manufaktur könne nur durch immer neue Finanzspritzen des Freistaates am Leben gehalten werden. Blaschke selbst widerspricht dieser verkürzten Darstellung. So entfielen nach Angaben des Unternehmens rund achtzig der zuletzt genannten zweiundneunzig Millionen Euro Verluste auf die Zeit vor 2020. In den fünf Jahren von 2020 bis 2024 seien die Verluste dagegen auf insgesamt zwölf Millionen Euro begrenzt worden. Gleichzeitig sei das Inlandsgeschäft entgegen dem Markttrend jährlich um rund neun Prozent gewachsen. Die Hausmesse zeigt, welchen Weg MEISSEN weiter einschlagen will: die eigene jahrhundertealte Tradition bewahren – und sie gleichzeitig mit neuen Ideen, neuen Zielgruppen und ungewöhnlichen Kooperationen weiterentwickeln.

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