25 Jahre Sankt Afra – Festakt zum Schuljubiläum
25 Jahre Sankt Afra – Festakt zum Schuljubiläum
25 Jahre Sankt Afra – dieses Jubiläum wurde am vergangenen Freitag mit einem Festakt auf dem Meißner Afraberg gefeiert. Zu den Gästen gehörte auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der bei seiner Ankunft von Schulleiter Stefan Weih persönlich begrüßt wurde. Gemeinsam mit Kultusminister Conrad Clemens, Meißens Oberbürgermeister Markus Renner und zahlreichen weiteren Gästen blickte die Schulgemeinschaft auf ein Vierteljahrhundert Hochbegabtenförderung zurück. Am 7. August 2001 wurde das Sächsische Landesgymnasium Sankt Afra als erstes staatliches Hochbegabtengymnasium Deutschlands eröffnet. Damit begann ein neues Kapitel an einem traditionsreichen Bildungsstandort, dessen Geschichte bis ins Jahr 1543 zurückreicht. Damals entstand auf dem Afraberg eine der sächsischen Fürstenschulen, die später auch berühmte Persönlichkeiten wie den Dichter Gotthold Ephraim Lessing und den Schriftsteller Christian Fürchtegott Gellert hervorbrachte. Heute leben und lernen am Landesgymnasium rund 280 Jugendliche der Klassenstufen sieben bis zwölf. Sie kommen aus unterschiedlichen Regionen und wohnen gemeinsam im Internat. Neben dem regulären Unterricht erhalten sie die Möglichkeit, ihre individuellen Begabungen besonders intensiv zu fördern. Dabei geht es längst nicht nur um Mathematik, Naturwissenschaften oder Sprachen. Auch Musik, Kunst und gesellschaftliches Engagement gehören zum Schulalltag. Was vor 25 Jahren unter Gründungsschulleiter Werner Esser begann, wurde über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Von 2008 bis 2020 leitete Ulrike Ostermaier die Einrichtung. Seit 2021 steht Stefan Weih an der Spitze des Landesgymnasiums. Auch das pädagogische Konzept entwickelt sich weiter. Seit dem Schuljahr 2025/26 wird unter anderem ein Modell erprobt, das den Jugendlichen mehr Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess überträgt. Einen weiteren Programmpunkt bildete der Festvortrag von Hanno Sauer unter dem Titel „Der Schaffell-Effekt: Schule anders denken“. Darin stand die Frage im Mittelpunkt, wie Bildung gestaltet werden kann und welche Rolle eigenständiges Denken und Lernen dabei spielen. Neben den Festreden gehörten auch musikalische Darbietungen zum Jubiläumsprogramm. Für einen besonders eindrucksvollen Moment sorgte eine Schülerin an der Harfe. Sie interpretierte Claude Debussys berühmtes Klavierstück „Clair de lune“ und übertrug dessen feine Klangwelt auf ihr Instrument. Ein musikalischer Höhepunkt zum 25-jährigen Bestehen einer Schule, an der die Förderung besonderer Begabungen seit einem Vierteljahrhundert zum Alltag gehört.
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