Baustellen überwintern
Die meisten Großprojekte werden erst 2010 fertiggestellt
Das Schneeflöckchen wird in den nächsten Monaten oft nicht nur in der Wolke sondern auch in der Stadt Meißen wohnen. Besonders die Tiefbauarbeiten müssen dann ruhen. Am ersten Meißner Kreisverkehr stehen derzeit Pflasterarbeiten an den Gehwegen an. Die funktionieren auch bei Frost. Anders ist es bei Erdarbeiten im Untergrund. Hier leidet die Stabilität, da sich das Erdreich zumindest bei stärkeren Frösten nicht exakt verdichten lässt. Die Baustelle am Kreisel ist vorerst bis Jahresende beantragt. Dann geht es mit einer halbseitiger Sperrrung durch den Winter. Betonarbeiten an den Borden werden in wärmere Tage verschoben, ebenso das Asphaltieren. Mindestens 5Grad plus schreibt hier die Vorschrift vor. Auch an der Brauhausstraße wird gebaut. Der Teil zwischen Loosestraße und Lutherstraße soll bis Ende März 2010 erledigt sein. Zwischen Dresdner Straße und Lutherplatz fallen die Bauschilder planmäßig zu Silvester. Die nun folgenden Baustellen haben alle mit dem 300. Jubiläum des Meißner Porzellans zu tun. Nun könnte man meinen, den Termin des Jahrestages hätten die Verantwortlichen schon länger ahnen können. Der Bau begann dennoch erst vor wenigen Wochen. Direkt vor der Manufaktur wird die Straße grundhaft neu aufgebaut. Etwa die Hälfte der Arbeiten sind abgeschlossen. Doch nun kommt der Winter und die halbseitige Sperrung ist nur bis Heiligabend beantragt. Auch hier wird wohl der übrige Straßenbau erst bei wärmeren Temperaturen weiter gehen können. Die täglichen Staus in Richtung Kaufland und Innenstadt, jetzt in der Vorweihnachtszeit, werden den Kraftfahrern noch eine Weile erhalten bleiben. Auch am Burgberg zieht der Winer ein. Hier wird der Bauabschnitt 1, Tiefbau, absolviert. Wo derzeit die Bagger stehen, sollen in den nächsten Wochen die Fundamente für das Empfangsgebäude des Panoramaaufzuges gegossen werden. Auch die Fundamente für die Seilahnstützen müssen dringend ins Erdreich, sollte die Witterung dies zulassen. Noch vor Einzug des Winters fiel die aufwändig neu gebaute Natursteinmauer den Bauarbeiten zum Opfer. Wo noch vor Tagen das teure Stützmauerwerk stand, ist nur noch ein Loch übrig. Der Aufzug sollte eigentlich bis Ende 2009 fertig sein. Dann wurde das Frühjahr 2010 anvisiert. Nun gehen die Verantwortlichen von Sommer 2010 aus - wenn der Winter nicht zu lang dauert. Eine Etage höher auf dem Burgberg befindet sich Meißens größte Baustelle. Die Neupflasterung des Domplatzes. Auch hier ist eine Bauzeit bis zum 31.12.2009 beantragt. Seit 2008 dauern die Tiefbaumaßnahmen hier an. Nach unserer Schätzung wurde bisher gerade mal die Hälfte der Fläche wirklich gepflastert. Offiziell wird ein Bauverzug von 5 bis 6 Wochen eingeräumt. Doch die Sperrung des Platzes ist schon mal bis Ende März beantragt. Und auch dieser Termin dürfte nur mit einem milden Winter zu erreichen sein. Das Pflastern in gefrorenem Kies ist zu riskant. Schon in der Vergangenheit hatte es immer wieder Senkungen in neuen Pflasterbereichen gegeben. Ganze Quartiere mussten wieder rausgerissen und neu gepflastert werden. Auch deshalb wir nun das neue Pflaster mit Bitumen abgedeckt. So will man die Qualität wenigstens bis zur Bauabnahme erhalten. Auf einer Baustelle bewegt sich übrigens gar nichts, weder im Sommer noch im Winter. Nach letzten offiziellen Angaben aus der Stadtverwaltung wollte der Investor des Kornhauses den nördlichen Gebäudeteil bis Silvester diesen Jahres sanieren. Passiert ist am künftigen 5-Sterne-Hotel bisher rein garnichts. Bald schon wird Schneeflöckchen die vielen offenen Baustellen in Meißen zudecken. Irgendwann im neuen Jahr gehts dann mit noch mehr Elan an die Arbeit. Übrigens hatte die Verwaltung das eiserne Ziel ausgegeben: 2010 ist Porzellanjubiläum, da wird nicht gebaut! Hoffentlich müssen die Meißner nun nicht bis 2011 auf die Fertigstellung der vielen Projekte warten!
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