Blamage für Architektin
Stadträte müssen in Gestaltungsentwurf eingreifen, um beschließen zu können
Die unendliche Geschichte um die Planungen zum Verbinderbau am Franziskaneum ging am gestrigen Abend weiter. Die beauftragte Architektin konnte auch nach Monaten keine erträgliche Gestaltung vorlegen. Dabei hatte sie aus den Reihen der Stadträte durchaus hilfreiche Vorschläge erhalten, um endlich eine genehmigungsfähigen Entwurf auf den Weg zu bringen. Die Architektin hatte die Zeit genutz, um im Wesentlichen neue Probleme aufzutürmen. Damit wuchs die Angst bei den Stadträten, eine Planänderung würde den Baubeginn gefährden. Die Zeit sitzt den Stadträten im Nacken. Der Glaube, dass das Ingenierbüro irgendwann eine gestalterisch tragfähige Planung hin bekommt ist nachhaltig erschüttert. Doch die Denkmalpflege hat längst aufgegeben. Der Planungsansatz des Ingenieurbüros bleibt auch mit Änderungen ein Riesenproblem. Deshalb hat die Denkmalbehörde die Mitwirkung inzwischen schriftlich aufgekündigt. Von der Bauverwaltung wird diese Haltung als indirekte Unterstützung des derzeitigen Entwurfs verkauft. Insider sehen dies anders. Wenn schon für Millionen auf dem Ratsweinberg gebaut wird, dann wollen die Stadträte eine Architektur, für die sie sich nicht Jahrzehnte werden schämen müssen. Nachhilfestunde für die Architektin. Die Entwurfsplanung mit den Änderungen durch Stadtrat Landmann und Oberbürgermeister Raschke wurde dann beschlossen. Für die eigentliche Bauplanung wird sich der Stadtrat wohl nach einem neuen geeigneten Architekten umsehen. Arnold-Consult könnte sich dann um Straßenbau und Kläranlagen kümmern, um Dinge, von denen sie erwiesenermaßen viel verstehen.
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