Parkverbot und Mauselöcher
Neues vom historischsten Platz Sachsens
Über Schotter und Split führt der Weg auf den Meißner Domplatz. Das Pflastern war bis zur feierlichen Eröffnung der größten Meißner Investition nicht ganz fertig geworden. Jetzt will die Baufirma die letzten Quadratmeter in Angriff nehmen. Auf dem Domplatz selbst herrscht an diesem ganz normalen Sommernachmittag die absolute Stille. Weder Einheimische noch Touristen stören die Idylle. Die zu Ehren des Ministerpräsidenten gepflanzten Bodendecker lassen mutlos die Blätter hängen und der teuer angeschaffte Rollrasen verdorrt vom Rande her. Dabei hatten Stadt und Freistaat so viel Energie für die Belebung des Domplatzes aufgewendet. Doch auf den Aufzug wartet der Tourist in diesem Jahr vergeblich. Und auch dieser Citybus bringt keinen Besucher auf den autofreien Domplatz. Ein Bediensteter des Amtsgerichts fährt nach Hause, dann kehrt wieder die gewünschte Ruhe auf Sachsens historischstem Platz ein. In der letzten Woche waren hochrangige Gäste auf die Albrechtsburg gekommen, um eine Partnerschaftsvereinbarung zu unterzeichnen. Nach dem Termin hatte sowohl der Chef der Manufaktur als auch der Direktor der Staatlichen Burgen- und Schlösserverwaltung Post vom Ordnungsamt Meißen. Sie hatten verdrängt, dass … Doch nicht nur den Promis fällt es schwer, sich an einen autofreien Domplatz zu gewöhnen. Touristen, die vom atemberaubenden Anblick der Domtürme das gut getarnte Verkehrszeichen übersehen, tappen ebenso in die Gebührenfalle. Dabei sollte der neu gestaltete Domplatz nicht für Frust sondern für mehr Besucher sorgen. Schon im Winter musste sich der Finanzminister Geschichten anhören von Touristen, die den Eingang zum Schloss nicht fanden. Monate später konnte Sachsens oberster Schlossherr Dr. Striefler diesen, dem Gebäude angemessenen, Eingang dann dem Ministerpräsidenten präsentieren. Doch auch durch den neuen Eingang strömten zu wenige Besucher in die nagelneue Ausstellung. Der Zuspruch blieb verhalten. Also ließen sich die findigen Köpfe der Staatlichen Schlösser- und Burgenverwaltung etwas einfallen. Der neue Eingang wurde geschickt hinter Sonnenschirmen versteckt. Vielleicht würde ja nun der Entdeckertrieb der Touristen angeregt. Für Menschen, die nicht erst lange suchen wollen, könnte ja mitten auf dem Domplatz eine lebensgroße Nachbildung von Christian Striefler aufgestellt werden, die auf Knopfdruck den neuen Eingang in die Albrechtsburg anpreist.
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