Probleme unter der Altstadtbrücke
Hochwasserschutzanlage funktioniert nicht wie vorgesehen
Die Elbe in Meißen hat den Pegelwert von 7 Metern erreicht. Bereits in der Nacht musste die Bundesstraße 6 im Bereich Siebeneichener Straße gesperrt werden. Prognosen lassen einen weiteren Anstieg erwarten. Vorsorglich werden deshalb von Betreiberfirmen die unterirdischen Pumpanlagen an der B-6 und am Triebischdüker gesichert. Derzeit erhöht sich der Wasserstand der Elbe um einen Zentimeter je Stunde. Bis Montagmorgen erwarten die tschechischen Hydrologen am Pegel Usti einen weiteren Meter. Für den Pegel Schöna wird am Sonntag die Alarmstufe 4 erwartet. Die Ausrufung des Katastrophenalarms erfolgt bei 7 Metern am Pegel Dresden. Auch dies ist frühestens am Montag zu erwarten. In der Unterführung der Altstadtbrücke ist inzwischen ein größerer Schaden an der Fahrbahn entstanden. Permanent drücken große Wassermengen die Straßendecke nach oben. Die Wassereinläufe schaffen es nicht, die dreckige Brühe aufzunehmen. Mehrere Pumpen in der teuren Hochwasserschutzanlage laufen ohne Probleme, dennoch steigt das Wasser unterhalb der Brücke. Mit großen Investitionssummen wollten die Spezialisten aus dem Straßenbauamt Meißen-Dresden genau diesen Fall verhindern. Doch die Technik funktioniert nicht wie geplant. Deshalb ist derzeit fraglich, ob die Bundesstraße 6 in diesem Bereich offen gehalten werden kann. Eine Umleitung wird schwierig, seit es die Rampe am Sägewerksgelände nicht mehr gibt. Stadträte informierten sich vor Ort über die Lage. Die technischen Probleme unter der Altstadtbrücke werden nach Abfließen des Hochwassers noch viel Aufwand und Geld verschlingen. Inzwischen hat sich der Asphalt schon zwanzig Zentimeter aufgewölbt und ist an mehreren Stellen gerissen. Anwohner der als nächstes gefährdeten Gebiete, wie zum Beispiel Leipziger Straße und Theaterplatz werden durch die Verwaltung schriftlich über die Lage informiert. Entlang der Triebisch und am Theaterplatz laufen in den Kellern seit Freitag die Pumpen. Viele Meißner aus den höher gelegenen Bereichen sind in der Stadt unterwegs, um sich persönlich ein Bild von der Lage zu machen. Mancher hat sogar ein Maskottchen dabei und alle interessiert, wie weit steigt die Elbe noch? Eine Frage, die frühestens am Sonntagnachmittag beantwortet werden kann. Dann ist die Höhe des Scheitels, der am Montag erwartet wird sicher vorhersehbar.
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