Wir bauen auf und …
Quellstein für den Domplatz wird geliefert
Mit fast einem Jahr Verspätung trafen am heutigen Vormittag drei große Steine für die Verschönerung des Domplatzes ein. Entsprechend eines Gestaltungsentwurfes ist vor dem Westportal des Doms ein so genannter Quellstein aus Granit geplant. Zusammengesetzt wird der Brunnenersatz aus drei Granitblöcken mit je 10 Tonnen Gewicht. Roter Granit aus Meißen kommt hier allerdings nicht zum Einsatz. Problematisch war der Transport der Steinquader durch die niedrigen Burgtore. Normale LKW können hier nicht eingesetzt werden. Vor dem Dom angekommen stellt sich dem Montagetrupp noch ein ganz anderes Problem. Der Untergrund ist dem Bauleiter zu riskant. Weitgereiste Planer hatten sich bei der Konstruktion der Abdeckplatte auf der vorhandenen Zisterne um ein paar Zentimeter vertan. Deshalb wurde im letzten Winter noch eine Ausgleichsschicht auf die Platte betoniert. Und genau dieser Betonpanzer hatte sich inzwischen vom Untergrund gelöst. Nun geht es, getreu dem Motto „Wir bauen auf und reißen nieder, so ham` wir Arbeit immer wieder!“ der Schicht mit dem Hammer zu Leibe. Auf dem freigelegten, nun aber unebenen, Untergrund ist ein Millimeter genaues Ausrichten der drei Steinquader eine zeitraubende Geschichte. Die Oberfläche muss allerdings ganz genau waagerecht sitzen, damit das herausquellende Wasser schön gleichmäßig bis zum Rand des Quellsteins läuft. Nach vielen Stunden mit Wasserwage, Niveliergerät und Brechstange sitzen die Quader dann am vorgesehenen Ort. Bis zur Fertigstellung bekommt der Mittelbereich noch eine Edelstahlabdeckung und um den Quellstein wird eine Rinne gepflastert. Die Fertigstellung der Möblierung des Domplatzes wird sich nach letzten Auskünften wohl auf Frühjahr 2011 verschieben.
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