Abriss läuft planmäßig
Ruine der Zuckersiede „Elbdom“ weicht einem weiteren Discount-Markt
Die Abrissarbeiten an den Ruinen des ehemaligen VEB „Elbdom“ in Meißen-Cölln schreiten voran. Inzwischen ist großes Gerät im Einsatz, um den vierstöckigen Fabrikgebäuden zu Leibe zu rücken. Mauer um Mauer wird abgerissen. Anwohner hatten schon nicht mehr daran geglaubt, dass die Ruinen eines Tages verschwinden würden. Nach der Wende hatten sich Ratten eingenistet, das Gelände war zu einer Gefahr geworden. Dann kam durch ein Zwangsversteigerungsverfahren Bewegung in das Thema. Millimeter für Millimeter rückt der Spezialbagger vor, um sich das nächste Stück des Mauerwerks zu greifen. Ein Problem stellt die Höhe der Gebäude dar. Nachdem die ersten Abrissarbeiten erfolgt waren, musste größere Technik herangeschafft werden. Früher wurden hier Zuckerwaren hergestellt. Der Betrieb hatte nach der Wende keine Chance und wurde recht schnell abgewickelt. Eine Aktiengesellschaft aus Baden-Württemberg versprach, ein Altenheim oder Wohnungen auf dem Gelände zu errichten. Jahr um Jahr warteten die Anwohner. Sie mussten mit ansehen, wie Teile des Objektes von selbst in sich zusammenfielen. Bei aller Freude haben die Anwohner während des Abrisses auch einiges zu ertragen. Direkt neben der Baustelle ist es laut und je nach Wetterlage manchmal auch staubig. Auch Abrissunternehmer haben genaue Vorstellungen vom richtigen Wetter. Es ist eine schwere Arbeit und sie ist trotz aller Technik mühselig. Wenn der Bagger ein Gebäude zu einem Trümmerhaufen gemachte hat, gilt es, diesen in seine Bestandteile zu zerlegen. Das kann keine Maschine, hier ist Handarbeit gefragt. Baggerschaufel um Baggerschaufel wandert der ehemalige Elbdom auf die LKW. Er geht auf seine Reise, dort hin, wo er am preiswertesten deponiert werden kann. Es werden noch viele Lastwagenladungen vom Gelände rollen, bis hier der Abriss abgeschlossen sein wird. Die Arbeiten sind dann erledigt, wenn das Gelände auf die Höhe der Dresdener Straße planiert sein wird. Auf diesen Moment warten schon die Tiefbauer, die dann mit den Fundamenten für einen weiteren Netto- Markt beginnen wollen. Anfänglich gab es Widerstände gegen die Pläne, einen weiteren Discounter mit großem Parkplatz zu errichten. Doch der Wunsch der Anwohner nach einer Grünfläche ist mit einem privaten Investor nicht umsetzbar. Auch die Kirche hatte Bedenken angemeldet. Im Gesamtkonzept der Sanierung des Stadtteils Meissen-Cölln wird nicht nur die Kirchgasse geschlossen, sondern in den nächsten Jahren eine neue Verbindung von der Zaschendorfer zur Dresdner Straße geschaffen. Damit werden sich die Verkehrsströme neu ordnen. Bis dahin aber wird an Stelle der Zuckersiede Elbdom längst ein dänischer Nettomarkt seine Kunden erwarten.
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