Datum: 12.11.2007
Rubrik: Nachrichten

Geisterschiff auf der Elbe rammt Eisenbahnbrücke


Strockdunkel war es am Montag 4.30. Mehrere Lastkähne hatten sich bei Sörnewitz von der Verankerung gelöst und trieben nun auf die Meißner Eisenbahnbrücke zu. Der erste Kahn hatte noch seinen Kranausleger ausgefahren. Mit lautem Getöse verklemmte sich der Hydraulikarm am Stahlgerüst der alten Eisenbahnbrücke. Der Schubverband wurde an den mittleren Pfeiler gedrückt. 4.50 Uhr trafen die Polizeikräfte an der Unfallstelle ein und die Elbe wurde für den Schiffsverkehr gesperrt. Für Stunden durfte keine S-Bahn fahren und ein Passiern der Fußgängerbrücke war unmöglich. 7 Uhr war das erste Schubschiff der verantwortlichen Firma vor Ort. Nach einer ersten Schadensbilanz begannen die Arbeiten zur Bergung des Schubverbandes. Als erstes mußten die Rammsporne der Arbeitsplattformen eingefahren werden. Dann konnte der Bagger in Betrieb genommen werden. Die inzwischen eingetroffene Wasserschutzpolizei hatte alle Hände voll zu tun, den Schiffsverkehr auf der Elbe zu stoppen. Zentimeter um Zentimeter löste sich der Kahn vom Pfeiler.Prüfigenieure der Deutschen Bahn AG untersuchten den Zustand der Brücke und überwachten den Begungsprozess. Die Wasserfahrzeuge wurden zeitweilig zwischen den Elbbrücken verankert. Später sollen sie ihre Arbeit in der Elbe bei Sörnewitz wieder aufnehmen. Dort vertiefen sie im Auftrag des Wasser- und Schiffahrtsamtes seit Wochen die Fahrrinne.Ein zweiter Schubverband, der ebenfalls in der Nacht nach Meißen getrieben war, lief glücklicherweise schon in Höhe des Fähranlegers auf Grund. Nachdem auch dieser gesichert war, enterten die Verantwortlichen der Wasserschutzpolizei das Schubschiff. Ermittlungen zur Unglücksursache und zum genauen Hergang wurden aufgenommen. Angenommen wird derzeit, dass die Schiffe nicht ausreichend verankert waren. In diesem Falle droht der Baggerfirma eine Anzeige. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der materielle Schaden wird derzeit von der Bahn-AG, dem Wasser- und Schiffahrtsamt sowie Baggerfirma ermittelt.

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